Horst Gläsker 01.07. - 29.07.2017, Stadthalle

 

"Pure Lust am Malen"

Die Vernissage am 1.7.2017

 

Dem Kunstverein Linz Rhein ist es gelungen den Künstler Horst Gläsker für eine Ausstellung in der Stadthalle Linz am Rhein zu begeistern. Die Arbeit von Horst Gläsker ist so außergewöhnlich wie er selbst. Seine Arbeit ist durch eine Videoaufzeichnung der Erstellung des Werks ergänzt. Zur Vernissage führte Michael Royen, unser Kurator, einen Dialog mit dem Künstler.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gläskers Malerei ist pure Lust am Malen und am Rhythmus des Pinselschwungs. Schon die Person vibriert bis in die Fingerspitzen, wenn es um die Dynamik der Bilder geht. Darin liegt weder Nervo sität noch Unsicherheit, wohl aber der pochende Pulsschlag erregter Empfindungen. Sie erfüllen den Künstler, wie das sonst nur ein Musikstück kann...
Manfred Schneckenburger in Horst Gläsker - Verführung des Raums, Verlag Lindinger + Schmid, erschienen zur Ausstellung: KUNST RAUM DIA LOG im Haus der Architekten,
Architektenkammer NRW, Düsseldorf 2006



Kurator Michael Royen, 1.Vorsitzender Kunstverein Linz Norbert Boden, Professor Horst Gläsker




Hiermit erlauben wir uns den Text, der in Wikipedia über ihn verfasst wurde, wiederzugeben:

Horst Gläsker machte von 1963 bis 1966 eine Lehre als Schaufenstergestalter und war anschließend bis 1968 als Plakatmaler tätig. Von 1970 bis 1973 besuchte er das Westfalen-Kolleg und machte das Abitur. Parallel war er als Musiker aktiv, in den 1960er Jahren mit seinen vier Brüdern in einer Tanzkapelle und in den 1970er Jahren in diversen Gruppen der Krautrock-Ära.

 

Ende der 1970er Jahre begann er Klangskulpturen zu bauen und Musikperformances zu machen. Von 1973 bis 1979 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei Lambert Maria Wintersberger, Gerhard Richter und Karl Otto Götz. 1975 lebte er ein Jahr in einer Berghütte in der Toskana, wo er Landschafts- und Porträtbilder malte und sich intensiv mit der Wirkung von Farben auseinandersetzte. In der folgenden Zeit entwickelte er eine Malerei aus seinen Farbpaletten, sammelte auf dem Sperrmüll alte Perserteppiche und bemalte ihre Ornamente mit psychedelischen Farbmustern. Daraufhin verwies ihn Gerhard Richter aus der Klasse. Danach arbeitete Gläsker allein in dem verlassenen Raum des von dem damaligen Wissenschaftsminister Johannes Rau zwangssuspendierten Professors Joseph Beuys. Dieser war entlassen worden, da er alle aufgenommen hatte, die sich beworben hatten.[1] Gläsker wurde Meisterschüler bei Karl Otto Götz (Professor von Sigmar Polke und Franz Erhard Walther).[2]

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunstwissenschaftler brachten Horst Gläsker in Verbindung mit dem von Harald Szeemann geprägten Begriff der „individuellen Mythologie“, oder versuchten die Zuordnung zur Gruppe der „Neue Wilden“. Am ehesten ist sein Schaffen wohl mit dem Begriff des „Gesamtkunstwerks“ zu fassen. Der Hamburger Kunstsammler, Unternehmer, Jurist und Kunsttheoretiker Harald Falckenberg (siehe: Sammlung Falckenberg), bezeichnete Gläsker als „Paradiesvogel und heiliger Narr“ und sieht bei ihm Bezug zu der neueren Entwicklung des „pictorial turn“ und zu der alten Tradition des Grotesken.[3] Neben der Verbindung seiner Kunst zur Musik seit den 1970er Jahren gibt es den Bezug zum Raum bzw. zur Architektur. Angefangen in den 1980er Jahren mit raumfüllenden Tapetenübermalungen, selbstgebauten und bemalten Architekturteilen und Raumgerüsten wie Säulen, Kronleuchtern, Kuppeln, Pavillons etc. Darauf folgten zahlreiche „Kunst-in-Architektur“-Aufträge wie z.B. Wandgemälde, Mosaiken, Brunnen- und Bodengestaltungen. Der Kunsttheoretiker und Kurator Manfred Schneckenburger nannte Gläsker in Bezug auf seine Teppich- und Tapetenübermalungen, den europäischen Begründer der Pattern Art. Weiter schrieb er, dass Gläsker einen neuen, eigenen Ornamentbegriff entwickelt habe, „als hätte es das harte Verdikt von Adolf Loos ‚Ornament ist ein Verbrechen‘ nie gegeben“.[4] Im Sommer des Jahres 2008 wurde im Langenfelder Stadtteil Richrath während eines festlichen Gottesdienstes vor der katholischen St. Martinus-Kirche das Kunstwerk „Weltenspiegel“ enthüllt. Das Kreuz der ehemaligen Filialkirche von St. Martin St. Pius steht vor einer an der Außenwand der St.-Martins-Kirche hängenden Edelstahlplatte, die im Durchschnitt 3,35 m groß ist.[5]

 

Der Dialog:

  

 


Horst Gläsker lebt und arbeitet in Düsseldorf. Seine Familie ist eine Künstlerfamilie. Er arbeitet organisatorisch und künstlerisch mit seiner Frau Margret Masuch-Gläsker zusammen. Ihre gemeinsamen Kinder sind Louis Gläsker (Künstler, Musiker, Schriftsteller und Filmemacher) und Cecilia Gläsker (Filmemacherin, Kamerafrau und Fotografin).


Das Video:

 

Horst Gläsker ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund.[6]

 

                                                                     

 

 

            

 

http://www.horst-glaesker.de        

 

 

 

Fotos W.W.Diegmann und H.Gläsker

 


 


zurück

(c) 2012 Kunstverein Linz e.V. | Impressum | Datenschutzerklärung | powered by flöck-webdesign.de
Wir verwenden Cookies für die optimale Gestaltung der Webseite. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung | Impressum