06.07.- 03.08.2013 Frank Louis von Linz nach Linz

 

 

 

 


Barne

 

Frank Louis  Kultursommer Rheinland-Pfalz 2013

 "von Linz nach Linz"

 

 

 

Frank Louis  im Linzer Kunstverein:

Vernissage am Samstag, dem 6. Juli um 19:00 Uhr

 

Kunst aus der oberösterreichischen Kulturstadt Linz ist in der aktuellen Ausstellung im Linzer Kunstverein zu sehen. Zu Gast ist Frank Louis, der in der Stadt an der Donau lebt und arbeitet und seine Arbeiten nun in der bunten Stadt am Rhein präsentiert. Die „von Linz nach Linz“ betitelte Ausstellung ist vom 6. Juli bis zum 3. August im Linzer Kunstverein zu sehen. Zur Vernissage am Samstag, den 6. Juli um 19:00 Uhr freut sich der Vorsitzende des Kunstvereins, Professor Ulrich Schnackenberg, auf ebenso kompetente wie prominente Gäste und Redner. Nach seiner Begrüßung wird die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth die Ausstellung offiziell eröffnen. Zur Einführung in die Arbeiten und in das Werk des Künstlers konnte Dr. Beate Reifenscheid-Ronnisch, die Direktorin des Ludwig-Museums Koblenz, gewonnen werden.


Prof. Lars-Ulrich Schnackenberg, Ellen Demuth MdL, Dr.Beate Reifenscheid-Ronnisch Dir.Ludwig Museum Koblenz, Prof. Frank Louis

Frank Louis zeigt Skulpturen, Objekte und Installationen. Seine Arbeiten sind durch zwei unterschiedliche Denkansätze geprägt. Zum einen versucht der Künstler scheinbar widersprüchliche Elemente und Themen in seiner Arbeit zu vereinen. So manifestiert sich in dem nun in Linz gezeigten Werk „Lift“ ein Geflecht von Gegensätzlichkeiten, die jedoch so miteinander verknüpft sind, dass sie dann dennoch eine visuelle, gedankliche und  wahrnehmbare Einheit bilden: Lasten und Ruhen, Quetschen und Ziehen, geometrische und amorphe Formen und Gebilde. Sie lassen einen weiten Raum für das individuelle Erleben, Erfahren, Entdecken durch den Betrachter, seine subjektive Interpretation und sein ureigenes Empfinden. Gefordert dabei ist seine Bereitschaft, das Wahrgenommene permanent umzudefinieren und neu zu deuten. Dieser Prozess ist es letztlich, der eine Arbeit wirklich gelungen macht, wie der Künstler selbst seinen eigenen Anspruch formuliert.

In einem zweiten Ansatz seines künstlerischen Schaffens liegt der Schwerpunkt in einem additiven Vorgehen. Hier führt Frank Louis Dinge und Gegenstände zusammen, die entweder formal oder aber assoziativ miteinander in Beziehung stehen. In der Arbeit „Labor“ sind es ein Schaumstoffkörper auf dem Boden und eine Form aus styroporartigem Material an der Wand, die zusammen mit zwei Glaskästen, die mit grünem Klebeband am Boden fixiert sind, den Assoziationsprozess auslösen sollen. Bei der Arbeit „Barne“ sind Zaunelemente, eine Tür, ein Schrankteil, eine Leiter, Matratzen, Noppenfolie und ein Keramikobjekt die Gegenstände und Elemente, die Frank Louis zur Gestalteinheit verdichtet.

Seriellen Charakter hat der Zyklus „satt“. Hier positioniert der Künstler auf vier kleineren Küchentischen jeweils ein Objekt, innen aus Mineralwolle und außen mit einem Steinputz überzogen.

 

Frank Louis wurde 1966 in Hannover geboren. Nach dem Abitur studierte er zunächst an der Fachhochschule Niederrhein, danach von 1996 bis 2001 an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Von 1998 bis 2009 arbeitete Louis in seinem Atelier in Solingen. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Nach einer Gastprofessur in 2004 und 2005 an der Kunstuniversität Linz, Österreich, ist er dort seit 2006 Professor für Plastische Konzeptionen und Keramik. Im Jahr 2009 siedelte er nach Linz an der Donau um, wo er bis heute lebt, unterrichtet und arbeitet.

Lift

Sicher ist das, was Frank Louis in Linzer Kunstverein präsentiert, auf den ersten und auch auf den zweiten Blick keine leichte Kost. Aber ein Besuch lohnt sich allemal, lassen die Arbeiten doch Raum für ungewohnte  Ansichten – im Wortsinn! –, die unsere eingefahrenen Sichtweisen erweitern und neue Blickwinkel entstehen lassen. Die Deutungshoheit liegt auch hier letztlich beim Betrachter, eine Chance, die man nutzen sollte.

 

Wie heißt es doch in einer Einladung der Galerie ICON zu einer Ausstellung des Künstlers mehr als treffend: „Der Grundgedanke ist einfach. Frank Louis arbeitet an Objekten. Ihr Charakter ist dabei völlig offen. Gegenstände und Materialien werden unterschiedlich kombiniert, manchmal farbig gefasst. Die Resultate wirken oftmals wie Modelle, Entwürfe und Versuchsanordnungen. Bei einigen denkt man an architektonische Kontexte; bei anderen an skulpturale Konzepte für den öffentlichen Raum.“

 

Welche Gedanken, Empfindungen und Eindrücke die Arbeiten von Frank Louis beim einzelnen Besucher hervorrufen, das kann nun jeder für sich im Kunstverein Linz herausfinden. Ob man sich dabei am Ende selbst als Teil der erwähnten Versuchsanordnung begreift, ist nur eine der spannenden Fragen, die Frank Louis uns stellt. Die Antwort liegt in uns selbst.

 

 

 


Blumen für die Damen

 

 

 

 

Frank Louis

 

Geboren 1966 in Hannover/Deutschland.

Lebt und arbeitet in Linz/Österreich

 

Einzelausstellungen

 

2000 -  Hetjens-Museum, Deutsches Keramikmuseum Düsseldorf

 

2002 -  Kunstverein Wunstorf, Wunstorf, Deutschland

 

2004 – “Neue Kunst im Altbau”,  Museum Baden, Solingen, Deutschland

 

2006 – „Gefüllte Räume“, GalerieN, Nienburg, Deutschland

 

2011 – ICON Galerie, Linz, Österreich

        - Galerie4230, Museum Bruckmühle, Pregarten, Österreich

 

2012 - Galerie Mönter, Meerbusch-Osterath, Deutschland

 

2013 – Kunsthalle Wil, Schweiz

 

 

   Preise

 

   2. Preis “49.Concorso Internazionale della Ceramica d’Arte”, Faenza

 

          Förderpreis für Keramiker bis zu 30 Jahren, “Westerwaldpreis 1995” 

 

          1. Preis “Richard Bampi Preis” 1996, Kunsthalle Mannheim

 

          “Kunstpreis 2000" des Landkreises Gifhorn

 

          “Westerwaldpreis 2004 – Keramik Europas", Keramikmuseum

          Westerwald, Höhr- Grenzhausen

 

Labor

 

               Preis in der Sparte Bau-, Skulptur- und Konzeptionskeramik (Installation) bei der XIXème Biennale Internationale de céramique contemporaine, Vallauris, Frankreich

 

               Preis der 5. Internationalen Keramikbiennale 2007, Kapfenberg, Österreich

 

Lift

 

 

 

  Hier geht es zur Homepage von Frank Louis: Klick

 

Fotos W.W.Diegmann und Frank Louis


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